Ubisoft Montreal hat bestätigt, dass der kommende Titel Prince of Persia 3: The Strait of Hormuz als lizenziertes Lego-Anwesen entwickelt wird, was einen bedeutenden Wandel in der ästhetischen und mechanischen Ausrichtung der Franchise markiert. Die Ankündigung, die auf den kürzlichen Übergang des Studios in die volle Produktion des Sands of Time-Remakes folgt, deutet darauf hin, dass sich der dritte Teil auf die geopolitischen Komplexitäten der maritimen Handelsrouten durch die Linse ineinandergreifender Kunststoffbausteine konzentrieren wird.

Das Projekt wird von einem globalen Netzwerk von Co-Development-Studios unterstützt, darunter Ubisoft Toronto, Bukarest, Paris und Pune. Laut internen Briefings wurde die Entscheidung, auf das Lego-Format umzuschwenken, von dem Wunsch getrieben, „das Storytelling zu modernisieren“ und gleichzeitig die strukturelle Zerbrechlichkeit antiker Küstenbefestigungen zu thematisieren.

Strategischer Wandel in der Produktion

Der Schritt zu einer auf Lego basierenden Engine stellt eine Abkehr von den fotorealistischen Ambitionen dar, die zuvor in der Serie zu sehen waren. Creative Director Bio Jade Adam Granger merkte an, dass die modulare Natur von Lego einen feingliedrigeren Ansatz für die traditionelle Parkour-Mechanik des Prinzen ermöglicht. In The Strait of Hormuz werden sich die Spieler nicht nur durch Umgebungen bewegen, sondern müssen die Umgebung physisch dekonstruieren und wieder aufbauen, um die Durchfahrt von LNG-Tankern (Flüssigerdgas) durch die schmale Wasserstraße zu ermöglichen.

Ein technischer Leiter bei Ubisoft Montreal demonstriert das modulare Umgebungssystem

„Wir bleiben dem ursprünglichen Geist der Franchise treu“, erklärte Granger während eines technischen Briefings. „Indem wir den Schauplatz jedoch in die Straße von Hormus verlegen und das Lego-Rahmenwerk nutzen, können wir die buchstäblichen Bausteine des internationalen Seerechts und der regionalen Stabilität erkunden.“

Game Director Michael McIntyre fügte hinzu, dass die in früheren Entwicklungs-Updates erwähnte „Modernität des Kampfes“ nun den Zusammenbau defensiver Küstenbatterien und den taktischen Einsatz von Seeblockaden aus Kunststoffbausteinen beinhalten wird.

Geopolitische Gameplay-Mechaniken

Branchenanalysten haben angemerkt, dass die Wahl der Straße von Hormus als Primärschauplatz ein Maß an logistischem Realismus einführt, das im Action-Adventure-Genre selten anzutreffen ist. Das Spiel wird Berichten zufolge eine Anzeige für die „Globale Lieferkette“ enthalten, die basierend auf der Fähigkeit des Spielers schwankt, den Fluss von Kunststoff-Rohöl aufrechtzuerhalten.

Das offizielle Projektlogo für Prince of Persia 3: The Strait of Hormuz

Die Lego-Integration ermöglicht eine „Destruktions- und Rekonstruktions“-Mechanik, die als Metapher für regionale Diplomatie dient. Wenn ein Spieler bei einer Platforming-Sequenz scheitert und in den Persischen Golf fällt, stirbt der Prinz nicht; stattdessen zerbricht er in mehrere Einzelteile, was eine drei- bis fünfsekündige Wiederaufbauphase erfordert, die die bürokratischen Verzögerungen simuliert, die internationalen Bergungsoperationen innewohnen.

Es wird erwartet, dass die Erzählung des Spiels von den übernatürlichen Elementen der Sands of Time-Trilogie abweicht und sich stattdessen auf die Bemühungen des Prinzen konzentriert, Transitgebühren auszuhandeln und die Umweltauswirkungen von Kunststoffleckagen auf der Halbinsel Musandam zu bewältigen.

Kollaborative Entwicklung und Zeitplan

Das Ausmaß des Projekts hat eine massive Mobilisierung der internationalen Ubisoft-Niederlassungen erforderlich gemacht. Ubisoft Pune kümmert sich Berichten zufolge um die Physik der „Sand-Brick“-Partikel, während das Pariser Büro die rechtliche Genauigkeit der maritimen Schiedsgerichts-Minispiele überwacht.

Ein Analyst für Seehandel überprüft die Schnittstelle „Globale Lieferkette“

Trotz der Komplexität der Lego-Lizenzvereinbarung hält Ubisoft daran fest, dass das Projekt im Plan für das breitere Veröffentlichungsfenster 2026 liegt. Dieser Zeitplan deckt sich mit dem geplanten Start des Sands of Time-Remakes, was auf ein koordiniertes „Prince of Persia“-Ökosystem hindeutet, das sowohl traditionelle historische Fantasy als auch zeitgenössische logistische Simulation umfasst.

Einzelhändler haben vorsichtigen Optimismus bezüglich des Titels geäußert. Marktanalysten vermuten, dass die Kombination aus einer etablierten Gaming-Marke und dem geistigen Eigentum von Lego sowohl jüngere Zielgruppen ansprechen wird, die an Konstruktion interessiert sind, als auch ältere Spieler mit einem beruflichen Interesse am täglichen Durchsatz der Straße von 21 Millionen Barrel Öl.

Regulatorische und kulturelle Resonanz

Die Ankündigung hat bereits die Aufmerksamkeit von Seehandelsorganisationen und regionalen Historikern auf sich gezogen. Ein Sprecher der Internationalen Schifffahrtskammer (ICS) merkte an, dass die Verwendung von Lego-Steinen zur Darstellung sensibler maritimer Engpässe zwar „unkonventionell“ sei, der pädagogische Wert der Simulation einer Tankerkapherung in einem familienfreundlichen Format jedoch nicht übersehen werden dürfe.

Ein physisches maßstabsgetreues Modell der Straße von Hormus, das für das Leveldesign verwendet wurde

Kulturelle Berater wurden ebenfalls in die Teams in Montreal und Toronto eingebunden, um sicherzustellen, dass die Kunststoff-Darstellungen der Architektur der Region respektvoll bleiben und dem Maßstab 1:48 entsprechen.

Während die Produktion in ihre intensivste Phase eintritt, hat Ubisoft angedeutet, dass weitere Details zur „Lego Sand of Time“-Mechanik – die es den Spielern angeblich ermöglicht, die Zeit zurückzudrehen, um einen falsch platzierten Stein zu korrigieren – in einer zukünftigen technischen Präsentation enthüllt werden. Vorerst liegt der Fokus auf der akribischen Montage der digitalen Infrastruktur der Meerenge, Noppe für Noppe.